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Event // DAZ Y-Table Talk #2: Wie wollen wir wohnen?

22.06.2015, 19 Uhr

Haben gemeinschaftlich genutzte Räume wieder eine Zukunft? Wie sehen Wohnungsunternehmen die Entwicklung neuer Wohnformen? Was haben Wohnungskonzepte mit neuer Mobilität zu tun?

Im Rahmen der URBAN LIVING-Ausstellung finden zwei öffentliche Y-Table Talks im DAZ statt:

Y-Table Talk #2: Wie Wollen Wir Wohnen?
im DAZ, Berlin
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Extreme oder radikale Wohnformen werden in Neubauprojekten häufig nicht berücksichtigt. Dabei sind es gerade diese Wohnformen, die Potenzial zur Mietkosteneinsparung aber auch für zukünftige Entwicklungen in sich tragen. Die URBAN LIVING-Projekte so wie die Best-Practice gebauten SELF MADE CITY-Projekte interpretieren Erschließungsflächen neu, entwickeln besondere Wohnformkonzepte für Mieter und stellen die Frage – was ist heute wichtig? Mit dem Fahrrad vor die Haustür? Arbeitsräume direkt in der Wohnung oder lieber in der Nähe? Ein Gästehaus oder ein Partyraum im Haus? Lieber einen hohen oder einen minimalen Standard mit günstiger Miete?

Es begrüßen:
Matthias Böttger | Kurator des DAZ
Regula Lüscher | Senatsbaudirektorin Berlin

 

KEYNOTE //

Dr. Arndt Pechstein ist Gründer der Innovationsagentur phi360, Direktor des Biomimicry Germany Think-Tanks, Mitbegründer & Vorstandsmitglied der European Biomimicry Alliance und Dozent für nachhaltige Innovation an verschiedenen Universitäten. Als Innovationsberater unterstützt er Unternehmen, Organisationen & Regierungen bei der Ideen- & Strategieentwicklung. Für seine Projekte und Organisation erhielt er den deutschen Innovationspreis “Land der Ideen 2014/15” sowie den Nachhaltigkeitspreis “Werkstatt N”. Arndt ist Diplom Biochemiker/ Biotechnologe, promovierter Neurowissenschaftler, zertifizierter Biomimicry Specialist und Design Thinking Coach am Hasso-Plattner Institut.

 

IMPULS //

Johanna Meyer-Grohbrügge studierte an der ETH Zürich und arbeitete von 2005 bis 2010 bei SANAA/Tokio. 2010 gründete sie zusammen mit Sam Chermayeff das in New York und Berlin ansässige Büro June14 Meyer Grohbrügge & Chermayeff. Sie unterrichtete an verschiedenen Universitäten, unter anderem der Northeastern University Berlin und der Columbia University New York. Im Moment ist Sie Gastprofessorin am Dessau Institute of Architecture.

Prof. Susanne Hofmann, Architektin, Inhaberin des Architekturbüros Die Baupiloten BDA ,Hochschullehrerin TU Berlin und University of Sheffield. Forschte und promovierte zum Thema “Atmosphären als partizipative Entwurfsstrategie”. 2014 Buchveröffentlichung “PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR“, Jovis Verlag.

Sascha Zander studierte Architektur an der Kunstakademie in Düsseldorf und der Bartlett School in London. Mit Christian Roth gründete er 1999 das Büro zanderroth architekten in Berlin. Als junges Büro wollten sie damals Architektur nicht nur denken, sondern auch bauen. So erarbeiteten sie ein effektives Baugruppenkonzept, mit dem sie zahlreiche Wohnungsbauprojekte in Berlin selbst entwickeln und realisieren konnten. Neben ihrem Schwerpunkt auf innovativem Wohnungsbau werden im Büro mit gleichem Engagement Schulen entworfen, elektrische Betriebsgebäude entwickelt oder ungeliebte Plattenbauten weitergedacht.

Prof. Almut Grüntuch-Ernst studierte an der Universität Stuttgart Architektur und Stadtplanung. Seit 1991 leitet sie zusammen mit Armand Grüntuch das Architekturbüro Grüntuch Ernst Architekten. Prof. Grüntuch-Ernst leitet seit 2011 das Institut für Entwerfen und Gebäudelehre an der TU Braunschweig.

Matthias Winkler, Bankkaufmann arbeitet seit zwölf Jahren bei der UmweltBank, zunächst als Kundenbetreuer, seit fünf Jahren als Leiter der Abteilung Baufinanzierung. In den vergangenen zehn Jahren hat er mit der Umweltbank über 150 Baugemeinschaften und Wohnprojekte in der Finanzierung begleitet.

 

DISKUTANT //

Matthew Griffin studierte Architektur an der McGill University in Montreal (Bsc Arch 1993) und an der Architectural Association in London (AA Dipl. 1996). Er ist Mitbegründer von Deadline, der Gallerie Urban Issue und des Blogs LocallyGrownCity.net mit Britta Jürgens. Er ist aktiv in diversen Initiativen wie der Bürgerinitiative Invalidenstrasse, Initiative Stadt Neudenken und Teameleven. Deadline’s Arbeit untersucht die strukturellen technologischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen am Ende des mechanischen Zeitalters und deren besondere Auswirkungen auf Architektur und Städtebau.

Anne Kaestle studierte Architektur an der TU Karlsruhe, an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen und an der Architekturakademie Mendrisio bei Peter Zumthor. Anschließend folgte die Mitarbeit bei MISGISISIS (Buenos Aires) und Marcel Meili, Markus Peter (Zürich). 2007 gründete Sie ein eigenes Büro mit Dan Schürch. Für das Wohnquartier «Mehr als Wohnen» in Zürich wurden sie 2014 mit dem DEUBAU-Preis für junge Architektinnen und Architekten ausgezeichnet. Inzwischen führt Duplex Architekten neben dem Stammsitz in der Schweiz Büros in Düsseldorf und Hamburg.

Prof. Vanessa Miriam Carlow ist Architektin und Stadtplanerin. Seit 2012 leitet sie das Institute for Sustainable Urbanism (ISU) an der TU Braunschweig. Im gleichen Jahr gründete Sie das Büro COBE Berlin, dem 2013 Sigurd Larsen als Partner beigetreten ist. An der Gründung von COBE, 2005 in Kopenhagen, war sie ebenfalls beteiligt.
Verena von Beckerath lebt und arbeitet in Berlin. Nach Studien in Soziologie, Kunstgeschichte und Psychologie in Paris und Hamburg Architekturstudium an der TU Berlin. 1992-97 Assistenz an der UDK Berlin, verschiedene Lehraufträge und 2010-11 Vertretungsprofessur an der TU Braunschweig. 2013 Stipendium der Villa Massimo in Rom und 2014 Visiting Critic an der Cornell University in Ithaca, NY. 1996 Gründung eines partnerschaftlich geführten Architekturbüros, seit 2008 Partnerin im Büro HEIDE & VON BECKERATH.

Jürgen Patzak-Poor: Die Gruppe BAR (Base for Architecture and Research) wurde 1992 durch Antje Buchholz, Jack Burnett-Stuart, Michael v. Matuschka und Jürgen Patzak-Poor gegründet. Inhaltlicher Fokus ist die Erforschung und Entwicklung innovativer Konzepte zur Mischnutzung. Die Projekte decken ein breites Spektrum ab, das die Erarbeitung städtebaulicher Strategien, die Realisierung von Bauprojekten, sowie die Umsetzung von Fallstudien räumlich/situativer Zusammenhänge umfasst. Das Projekt Oderberger Str.56 in Berlin wurde als Modell für einen urbanen Gebäudetypen, der Wohnen und Arbeiten neu organisiert, mehrfach ausgezeichnet. Die Arbeit von BAR ist in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen vertreten.

Jörg Leeser hat Architektur an der RWTH Aachen und der Bartlett School of Architecture in London studiert, als Architekt in New York und Köln und als wissenschaftlicher Mitarbeiter in New York und Aachen gearbeitet. 2008 unterrichtete er als Professor für Bauen im Bestand an der Bergischen Universität Wuppertal, seit 2011 vertritt er den Lehrstuhl Bauen im städtischen Kontext an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf. Im Jahr 2000 gründeten er zusammen mit Anne-Julchen Bernhardt das Büro BeL Sozietät für Architektur in Köln. BeL hat bisher 105 nationale und internationale Projekte bearbeitet. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis des Landes NRW 2003 und den Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin 2011.

Anne Niehüser ist Gründungspartnerin von CITYFÖRSTER architecture + urbanism und geschäftsführende Partnerin des Büros in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind strategische und konzeptionelle Entwürfe in den Bereichen Stadtentwicklung und neue Wohnformen. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel im Fachgebiet Architektonisches Entwerfen, wo sie in ihrem entwurfsbezogenen Forschungsprojekt, Nutzungsstrategien für die Differenz zwischen tatsächlicher und zulässiger Bebauung bei Funktionsgebäuden entwickelt.

Dipl. Ing. Architektin Gudrun Sack führt seit 1996 zusammen mit Walter Nägeli das Büro NÄGELIARCHITEKTEN in Berlin und Karlsruhe. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig seit Jahren mit dem Thema Wohnungsbau unter typologischen, ökonomischen und auch interkulturellen Aspekten.

Dr. Imke Woelk studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und arbeitete anschließend bei Massimiliano Fuksas in Rom und und William Alsop in London. Von 2005 – 2009 unterrichtete sie als Gastprofessorin an der Duksung University Seoul Stenografie und kursorische Praxis. Seit 1997 leitet sie das von ihr gegründete Büro IW-UP Architekten, dass sich in den vergangenen Jahren besonders intensiv mit den Fragen das zeitgenössischen Wohnungsbau beschäftigt.

Christoph Schmidt: Seit 1998 arbeitet ifau, im Kern als Architektengruppe, in verschiedenen interdisziplinären Konstellationen. Das Arbeitsspektrum umfasst städtebauliche und architektonische Entwürfe, Realisierungen, Forschungsprojekte, sowie Installationen und Aktionen im urbanen Kontext. ifau – Institut für angewandte Urbanistik untersucht die Möglichkeiten einer direkten Übersetzung urbaner Realität, Differenz und Vielfalt in den Entwurf von Architektur und Stadtraum. Grundlage aller Projekte ist es, kontextimmanente Prozesse als Verhandlungsräume in den Entwurf einzuschreiben.

Kristina Jahn ist seit dem 1. Oktober 2014 Vorstandsmitglied bei degewo. Sie studierte Innenarchitektur an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold und der bautechnischen Hochschule in Kopenhagen. In den Jahren 2006-2009 folgte das berufsbegleitende Studium zum “Master of  Business Administration (MBA)”. Kristina Jahn ist ordentliches Mitglied der Architektenkammer NRW.

Ingo Malter verantwortet in seiner Funktion als Geschäftsführer der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH die Bereiche Bestandsmanagement, Technik und Personal. Seine berufliche Laufbahn startete der Diplom-Ingenieur nach einem Studium der Landschaftspflege an der Technischen Fachhochschule Berlin zunächst in den Bezirksämtern Kreuzberg und Reinickendorf, wo er in den jeweiligen Bauabteilungen tätig war. Danach arbeitete er mehrere Jahre in führenden Positionen bei der GSW Immobilien AG. Nach einem nebenberuflichen MBM Studium an der FU Berlin war er als Senior Asset Manager bei der Archon Group Deutschland, einem Tochterunternehmen von Goldman Sachs, tätig, bevor er 2010 als Geschäftsführer der STADT UND LAND bestellt wurde.

Georg Unger ist Architekt und seit rund 25 Jahren in der Wohnungswirtschaft bundesweit tätig. Davon seit  2006 in Berlin bei der GESOBAU AG mit der Position: Prokurist, Leiter Technik. Seit 2006 investiert die GESOBAU jährlich rund 100 Mio. € in die Modernisierung ihrer Bestände. Die Modernisierung des Märkischen Viertels zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands hat viel öffentliche Aufmerksamkeit bei Wettbewerben erhalten z.B. beim Deutschen Bauherrenpreis oder Deutschen Nachhaltigkeitspreis. 2014 startete die Neubauoffensive der GESOBAU mit drei Projekten in Pankow und Reinickendorf. Die GESOBAU baut und plant derzeit konkret in mehr als 40 Projekten 2.124 neue Mietwohnungen.

Regula Lüscher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Die gebürtige Schweizerin ist seit 1. März 2007 Senatsbaudirektorin von Berlin. Sie studierte an der ETH in Zürich Architektur und war stellvertretende Direktorin im Züricher Amt für Städtebau, bevor sie nach Berlin kam. Seit 2012 ist sie u.a. Honorarprofessorin Universität der Künste Berlin im Fachgebiet Fachgebiet Stadterneuerung

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19.06.2015

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