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Event // DAZ Y-Table Talk #1: Bezahlbares Wohnen?

15.06.2015, 19 Uhr

Welche Strategien machen das Wohnen preiswerter? Welche Standards werden gebraucht, was ist verzichtbar? Lieber bezugsfertig oder Selbstausbau? Wie helfen Grundrisse und Erschließung?

Im Rahmen der URBAN LIVING-Ausstellung finden zwei öffentliche Y-Table Talks im DAZ statt:
Y-Table Talk #1: Bezahlbares Wohnen?
im DAZ, Berlin
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Eine Lösung, günstige Wohnungen anzubieten ist, sie kleiner zu machen. Der Pro-Kopf Anspruch von Wohnraum steigt aber in den letzten Jahren tendenziell an. Die Urban Living-Projekte so wie die Best-Practice gebauten SELF MADE CITY-Projekten zeigen durch intelligente Konzepte wie der Kleinstwohnung mit angeschlossenen gemeinschaftlich nutzbaren Räumen oder verhandelbaren Nachbarschaftswohnen, eine Bandbreite an Lösungen durch intelligente, flexible und anpassungsfähige Räume für unterschiedlichste Nutzer. Wie plausibel sind solche Lösungen auch aus der Perspektive der Wohnungsverwaltung?

Es begrüßen: Matthias Böttger | Kurator des DAZ
Moderation: Kristien Ring | Kuratorin der Ausstellung Urban Living / AA Projects

 

KEYNOTE //

Prof. Joachim Schultz-Granberg ist Architekt, Stadtplaner und Professor für Städtebau an der msa | münster school of architecture und freiberuflich als Architekt und Planer mit dem Schwerpunkt Städtebau tätig. Seine Praxis, Forschung und Lehre konzentrieren sich auf die Entwicklung innovativer städtebaulicher Instrumente, zeitgemäße pluralistische Urbanität, strategische Planungsansätze und gegenwärtige Forschungsthemen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Zuletzt erschien im Herbst 2014 das Buch AFFORDABLE LIVING – Housing for Everyone (Jovis).

 

IMPULS //

Martina Bauer ist Senior Associate bei Barkow Leibinger, Berlin. In den letzten Jahren war sie verstärkt für die Wettbewerbe des Büros verantwortlich und leitete u.a. die Wettbewerbsteams für den inzwischen realisierten Tour Total am Berliner Hauptbahnhof, die Konzernzentrale der Daimler AG in Stuttgart, den Ideenwettbewerb „Urban Living“ in Berlin, ein Wohnhochhaus am Alexanderplatz und die Erweiterung des Estrel Hotels – dieser Entwurf für das zukünftig höchste Haus Berlins und höchste Hotel Deutschlands wurde 2014 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

ifau und Jesko Fezer
Jesko Fezer arbeitet als Gestalter und Autor. In Kooperation mit ifau realisiert er Architekturprojekte, er ist Mitbegründer der Buchhandlung Pro qm sowie Teil des Ausstellungsgestaltungsstudios Kooperative für Darstellungspolitik. Er ist Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Christoph Schmidt arbeitet zusammen mit Susanne Heiß und Christoph Heinemann in der Architektengruppe ifau (Institut für angewandte Urbanistik / Berlin 1998). Sie verstehen Architektur als Ort alltäglicher Handlungen und Verhandlungen und entwickeln aneignungsoffene Räume, die vielfältige Interpretationen und unterschiedliche Gebrauchsmuster zulassen. ifau hat international Projekte für Kulturinstitutionen realisiert und beschäftigt sich intensiv mit partizipativen Wohnformen sowie aktuellen Fragestellungen des Wohnungsbaus. Texte und Projekte von ifau sind in diversen Architekturmagazinen und Büchern publiziert, ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

Christian Schöningh ist Partner bei die zusammenarbeiter gesellschaft von architekten mbh und freischaffender Architekt. Der Fokus des Büros liegt auf nutzerorientierter, partitipatorischer Programmentwicklung und Prozesssteuerung sowie genossenschaftlichem Wohnungsbau. Zu den wichtigsten Projekten der Zusammenarbeiter gehören: das Spreefeld, die Wohnetagen Steinstrasse und das Holzmarkt Projekt.

Georg Poduschka, PPAG – 1995 von Anna Popelka und Georg Poduschka gegründet – sind mit nie endender Begeisterungsfähigkeit Entdecker und freuen sich immer wieder aufs Neue. Um das Dreidimensionale auf sein immanentes mögliches Mehr hin auszuloten, benutzen PPAG ohne Berührungsängste ganz selbstverständlich die Logik, die Wissenschaft und das Spiel. Algorithmen, Mathematik und Aleatorik werden neugierig an die Grenzen getrieben, dabei wird jedes Element ihres eigenen Lebensumfelds im Sinne des Method Acting zum Werkzeug, ob Puppen, Kochrezepte oder die eigene Wohnung als Testlabor, alles kann für die Architektur verwendet werden.

Matthias Winkler, Bankkaufmann arbeitet seit zwölf Jahren bei der UmweltBank, zunächst als Kundenbetreuer, seit fünf Jahren als Leiter der Abteilung Baufinanzierung. In den vergangenen zehn Jahren hat er mit der Umweltbank über 150 Baugemeinschaften und Wohnprojekte in der Finanzierung begleitet.

 

DISKUTANT //

Carolin Franke arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich als Architektin in Helsinki. Nach Studienaufenthalten in Deutschland, den Niederlanden und Finnland
konzentriert sie sich derzeit auf alternative Lösungen im Wohnungsbau. Zusammen mit dem Architekturbüro Talli realisiert Sie im Moment
das bereits zweite Rohbau-Wohnprojekt in Helsinki.

Matthias Rottman, (Partner und Geschäftsführer De Zarte Hond), studierte Architektur und Berlin und Barcelona. Seit 2003 ist er Architekt bei De Zwarte Hond; zunächst für 8 Jahre in Rotterdam und seit 2011 im Kölner Büro. Er lehrt an verschieden Universitäten und Akademien; unter anderem der RAvB in Rotterdam 2008-2009, der ArtEZ Arnhem 2010/11 und 2012-2014 als Vertretungsprofessur an der Universität Wuppertal.

Urban Catalyst Studio
Klaus Overmeyer, Landschaftsarchitekt in Berlin. Studium der Landschaftsplanung an der TU München und TU Berlin. Mit Philipp Oswalt Initiator des internationalen Forschungsprojektes Urban Catalyst zu Potenzialen temporärer Nutzungen in europäischen Metropolen (2001-2003). Gründer von Urban Catalyst studio, zahlreiche Projekte zur Gestaltung und Nutzung von regionalen und städtischen Transformationsräumen, zu Prozessgestaltung, dynamischer Freiraumentwicklung, nutzergetragenem Städtebau und Stadtforschung. Träger des Deutschen Landschaftsarchitekturpreises 2003. Professur für Landschaftsarchitektur an der Bergischen Universität Wuppertal seit 2010.
Philipp Misselwitz, Architekt und Stadtplaner in Berlin. Studium der Architektur an der Universität Cambridge und Architectural Association London. Promotion zum Thema “Camp Cities – Urbanisierung von Flüchtlingslagern” (2009). Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Urban Catalyst“ (2001-2003) und Gründungsmitglied der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft (2003-).Diverse Lehrtätigkeiten in Berlin und London, Kurator der internationalen Ausstellungen. Professur für Internationalen Städtebau der Universität Stuttgart (2013-2013). Professur für internationale Urbanistik und Entwerfen/ Chair Habitat Unit an der Technischen Universität Berlin (von April 2013). Seit 2012 Urban Catalyst studio.

Florian Köhl – Nach mehreren Jahren der Forschung und Lehre gründete Florian Köhl (Bartlett London) 2002 das Büro fatkoehl architekten. Das Gründungsprojekt war eine der ersten Baugemeinschaften Berlins. Der heutige Schwerpunkt des Büros liegt in der Entwicklung alternativer Beteiligungsmodelle für das Wohnen und Arbeiten in der Stadt, vom Grundstückserwerb über die Entwicklung spezieller Bau-typologien bis hin zu grundlegenden Stadtentwicklungsfragen. 2009 erhielt er den Architekturpreis Berlin. Er ist Mitbegründer von Team Eleven, dem Netzwerk Berliner Baugruppenarchitekten (NBBA) und dem Verein Instant City.

Mathias Schütte studierte Architektur in Braunschweig und Madrid. Mit GPSarchitecture und CanalsMoneo aus Madrid plant und baut er Wohnraum für private und öffentliche Bauträger mit dem Anspruch, flächen-­ und kostensparendes Bauen mit gestalterischer Qualität zu vereinen.

Stefanie Frensch ist seit April 2011 Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH. Sie ist für das Portfolio- und Bestandsmanagement, das Immobilientransaktionsgeschäft sowie das Technische Management, den Neubau und die Unternehmenskommunikation zuständig. Zuvor war die studierte Architektin Partnerin bei der Ernst & Young Real Estate GmbH.

Snezana Michaelis ist Bauingenieurin und seit 2014 Vorstandsmitglied der Gewobag sowie Geschäftsführerin der Gewobag PB und Gewobag WB mit den Zuständigkeitsbereichen: Bestandsmanagement, Bestandsinvestition und Neubau. Zuvor leitete sie sieben Jahre den Bereichs Technik bei der GBW Gruppe München

Dirk Böttcher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Referat IV B – Soziale Stadt. Dirk Böttcher ist Leiter der Wohnungsbauleitstelle für die Bezirke Spandau, Reinickendorf, Mitte, Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Die Wohnungsbauleitstelle hat die Aufgabe, als Anlaufstelle für die 12 Bezirke, für Investoren und alle Akteure des Wohnungsmarktes zu dienen, Projektentwicklungen zu befördern, Abstimmungen zwischen Behörden zu beschleunigen, Flächenpotenziale zu aktivieren, zu beraten und zu moderieren und im Interesse des Gemeinwohls gesamtstädtische Ziele zu verfolgen.

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08.06.2015

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